In vielen Küchen ist das Bild ähnlich: Im Schrank stehen stapelweise schlichte, weisse Teller – funktional, belastbar, aber fürs Auge eher unerquicklich. Umso mehr Aufmerksamkeit bekommt gerade eine neue Serie eines bekannten Deko-Händlers, die mediterran wirkt und dennoch unter zwei Euro pro Teil bleibt. Der Ansatz dahinter: Mit wenigen Stücken den Esstisch spürbar aufwerten, ohne dafür tief ins Portemonnaie greifen zu müssen.
Warum weisse Teller plötzlich langweilig wirken
Lange waren weisse Standardteller der unangefochtene Klassiker. Sie sind zurückhaltend, lassen sich mit allem kombinieren und sind häufig schon für ein paar Cent pro Stück zu haben. Besonders Studierende oder junge Familien entscheiden sich gern für die berühmten, sehr einfachen Teller grosser Möbelhäuser – weil sie preiswert sind und im Alltag einiges mitmachen.
Nach einer Weile stellt sich jedoch bei vielen das Gefühl ein, der gedeckte Tisch erinnere mehr an eine Kantine als an ein Zuhause. Das Essen ist zwar genauso lecker, aber optisch bleibt vieles monoton. Wer gern kocht oder regelmässig Gäste empfängt, merkt schnell: Die Anrichtung gehört zum Erlebnis dazu.
Ein Gericht wirkt komplett anders, wenn es auf farbigem oder strukturiertem Geschirr serviert wird – wie im Restaurant.
Farben, Formen und Materialien prägen, wie wir Speisen wahrnehmen. Auf einem tiefblauen Teller wirkt ein Tomatensalat beispielsweise intensiver, und eine einfache Pasta bekommt plötzlich die Anmutung einer Strandtrattoria. Genau an diesem Punkt setzt die neue Kollektion von Gifi an.
Die Bayadère-Kollektion von Gifi: Sonne für den Alltagstisch
Mit der Serie „Bayadère“ hat der Deko- und Haushaltsanbieter Gifi eine Kollektion entwickelt, die bewusst auf gute Laune am Tisch zielt. Prägend sind Streifen sowie klare Linien – ein Designmotiv, das seit Jahren bei Einrichtungstrends ganz vorn dabei ist.
Zur Reihe gehört nicht nur Geschirr, sondern ein komplettes Programm für Tisch und Wohnen:
- Textilien wie Tischdecken, Servietten und Läufer
- Sets aus Platzdecken für einen strukturierten Tischaufbau
- Krüge und kleine Kannen für Wasser oder Limonade
- Eierbecher fürs Sonntagsfrühstück
- Dekorative Kissen und Heimtextilien für Wohn- und Essbereich
Gestaltet ist alles in kräftigen, aber nicht schrillen Farben, kombiniert mit einem klaren, grafischen Look. Die Idee: Auch schlichte Wohnungen lassen sich mit wenigen Handgriffen lebendiger machen. Wer bislang auf graue Sofas, weisse Wände und eine neutrale Küche setzt, erhält so einen Farbakzent, ohne gleich den gesamten Stil umkrempeln zu müssen.
Die Kollektion soll sich anfühlen wie ein Nachmittag im Süden: warm, entspannt, ein bisschen wie Urlaub, obwohl man nur am Küchentisch sitzt.
Trotz dieser „Fast-Designhotel-Stil“-Anmutung bleibt Gifi dem eigenen Prinzip treu: Wohnideen mit Trendanspruch, die auch mit kleinem Budget erreichbar sind.
Der Star der Serie: der blaue Steinteller für unter zwei Euro
Besonders auffällig in der Bayadère-Reihe ist ein grosser, flacher Teller aus blau glasiertem Steinzeug. Mit 26,7 Zentimetern Durchmesser passt er in fast jede Alltagssituation – von der Pasta für die Familie bis zum Sonntagsbraten.
Die Glasur spielt mit mediterranen Blautönen, wie man sie von Terrassen in Küstendörfern kennt. Der Ton wirkt dabei nicht kitschig, sondern eher natürlich – fast wie leicht verwitterte Keramik aus einer Strandtaverne.
Gestalterisch überzeugt der Teller durch die Balance aus moderner Schlichtheit und handwerklichem Charakter: Die Form bleibt klar und zeitgemäss, während Oberfläche und Farbverlauf Wärme hineinbringen. Speisen wirken dadurch präsenter, ohne dass das Geschirr ihnen die Show stiehlt.
Alltagstauglich trotz Urlaubsoptik
Damit das Ganze nicht nur hübsch aussieht, sondern im Alltag funktioniert, setzt Gifi auf Steinzeug – also Keramik mit höherer Dichte. Dieses Material ist gefragt, weil es stabiler als feines Porzellan wirkt und zugleich hochwertiger als ganz einfache Keramik.
Der Teller kann ohne Probleme in die Spülmaschine und ist auch mikrowellengeeignet. Das ist vor allem für alle relevant, die nach der Arbeit schnell Reste erwärmen oder ungern von Hand abwaschen. Trotz der eher „handgemachten“ Optik sind also keine besonderen Pflegehinweise nötig.
Preislich liegt ein Teller bei 1,99 Euro. Damit kostet er zwar mehr als die extrem günstigen Modelle aus dem Möbelhaus, bleibt aber deutlich unter dem, was man üblicherweise für Designgeschirr bezahlt. Wer vier oder sechs Stück nimmt, bleibt insgesamt in einem überschaubaren Rahmen – und sieht am Tisch sofort einen Unterschied.
Passender Dessertteller für ein stimmiges Gesamtbild
Zum grossen Speiseteller gibt es eine kleinere Ausführung mit 20,5 Zentimetern Durchmesser. Optisch folgt sie dem grossen Bruder konsequent: gleiche Farbe, gleiche Anmutung, gleiches mediterranes Flair.
Geeignet ist der kleinere Teller unter anderem für:
- Kuchenstücke oder Torte am Nachmittag
- kleine Obstportionen nach dem Essen
- Vorspeisen wie Antipasti oder Salate
- Käseplatten für zwei Personen
Mit 1,49 Euro pro Stück wird es leicht, ein Set zusammenzustellen. Wer beispielsweise acht grosse und acht kleine Teller kauft, liegt preislich ungefähr dort, wo andere Serien erst anfangen – hat aber bereits eine komplette Tafel im neuen Look.
Mit rund 28 Euro für ein Set aus acht großen und acht kleinen Tellern wirkt die Tafel plötzlich wie im Ferienhaus, ohne dass das Budget Urlaub macht.
Wie sich der mediterrane Stil in die eigene Wohnung integrieren lässt
Wer bisher ausschliesslich neutrale Teller nutzt, muss nicht gleich die ganze Küche neu ausstatten. Oft reicht ein kluger Mix: Die blauen Teller dienen als Blickfang, die vorhandenen weissen bleiben als ruhige Basis. So entstehen Kontraste, die spannend wirken, ohne unruhig zu werden.
Noch harmonischer wird es mit ein paar einfachen Ergänzungen:
- Eine Tischdecke oder ein Läufer aus Naturfaser in Beige- oder Sandtönen
- Leinenservietten in Weiss oder Hellgrau
- Gläser mit leichtem Relief oder einem dezenten Farbton
- Ein kleiner Olivenzweig, Rosmarin oder Zitronen in einem Keramikschälchen als Dekoration
So entsteht schnell der Eindruck eines Ferienhauses im Süden – auch wenn der Blick in Wirklichkeit auf Innenhof oder Parkplatz fällt. Der Effekt bleibt dennoch: Der Tisch wirkt einladender, und Mahlzeiten fühlen sich bewusster an.
Für wen sich der Umstieg besonders lohnt
Besonders spannend ist die Kollektion für drei Gruppen:
- Junge Haushalte, die bislang nur sehr einfache Teller besitzen und mit wenig Geld aufwerten möchten.
- Menschen mit Homeoffice-Alltag, die mittags nicht mehr „nebenbei“ essen wollen, sondern sich kleine Pausen schaffen möchten.
- Gastgeberinnen und Gastgeber, die regelmässig Freunde einladen und schnell eine neue Atmosphäre am Tisch herstellen wollen.
Gerade wer häufig kocht, kennt den Effekt: Neues Geschirr macht Lust, beim Anrichten etwas sorgfältiger zu sein. Das Abendessen wird dadurch nicht automatisch aufwendiger, wirkt aber oft deutlich hochwertiger.
Was hinter dem Material Steinzeug steckt
Bei Begriffen wie „Steingut“ oder „Steinzeug“ denken viele zunächst an rustikale Teller aus Landgasthöfen. Die heutige Generation wirkt jedoch deutlich moderner – und bringt zugleich die Materialvorteile mit.
Steinzeug wird bei höheren Temperaturen gebrannt als klassisches Steingut. Dadurch wird es dichter, weniger porös und insgesamt stabiler. Glasuren wirken oft lebendiger, weil kleine Unregelmässigkeiten auftreten können – gewollte Details, die dem Geschirr einen individuellen Charakter geben.
Im Alltag heisst das:
- Gut geeignet für tägliche Nutzung, auch bei hoher Frequenz
- Geringeres Risiko für Abplatzer als bei sehr dünnem Porzellan
- Angenehmes Gewicht, das wertig wirkt, ohne zu schwer zu sein
Für mediterranes Ambiente ist Steinzeug nahezu perfekt: Es erinnert an traditionelle Keramik aus südlichen Ländern, harmoniert aber ebenso mit modernen Küchen, etwa mit Edelstahlflächen oder Betonoptik.
Warum kleine Veränderungen am Tisch grosse Wirkung haben
Bei jeder Mahlzeit fällt der Blick automatisch auf den Teller. Wer diesen Rahmen bewusst gestaltet, beeinflusst damit unmittelbar die Stimmung beim Essen. Ein blauer Teller kann Fischgerichten, sommerlicher Pasta oder bunten Bowls mehr Tiefe verleihen. Weiss wirkt klar und neutral, Blau bringt Tiefe und eine dezente Meer-Assoziation.
Dazu kommt ein psychologischer Faktor: In einer optisch ansprechenden Umgebung essen viele langsamer und nehmen Mahlzeiten bewusster wahr. Das kann das Sättigungsgefühl unterstützen und den Alltagsstress zumindest kurz abmildern.
Für zahlreiche Haushalte könnte der neue Teller vom Discounter deshalb der Anstoss sein, dem Esstisch wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Oft reichen wenige Teile, um den alten weissen Modellen die Dominanz zu nehmen und ein Stück Mittelmeer in den Alltag zu holen – jeden Tag, zum Preis eines Kaffee-to-go.
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