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Fünf häufige Fehler beim Start einer Trainingsroutine – José Adeirton von Fast Treino

Frau im Fitnessstudio hebt zwei Kurzhanteln, Spiegel reflektiert weitere trainierende Personen.

Eine Trainingsroutine zu beginnen, kann Gesundheit und Wohlbefinden deutlich verbessern – dennoch empfinden viele Menschen gerade den Einstieg als die härteste Etappe. In den ersten Monaten ist es häufig schwierig, überhaupt eine Gewohnheit aufzubauen, regelmässig dranzubleiben und gleichzeitig mit der Erwartung schneller Resultate umzugehen. Genau diese Faktoren führen nicht selten dazu, dass man früh wieder aufgibt.

José Adeirton, Experte für Trainingsphysiologie und Biomechanik bei Fast Treino – einer Kette „smarter“ Fitnessstudios, die auf Full-Body-Zirkel von bis zu 36 Minuten setzt – betont, dass der Wechsel von Bewegungsmangel zu einem aktiveren Lebensstil Disziplin und Geduld braucht. Vor allem die anfängliche Anpassungsphase müsse überwunden werden; sie könne ungefähr vier Monate dauern.

„Eine nachhaltige Routine aufzubauen, die Grenzen des Körpers zu respektieren, sich Schritt für Schritt zu steigern und realistische Erwartungen zu behalten, sind zentrale Punkte, damit Sport nicht länger als Herausforderung wirkt, sondern zum Alltag gehört. Wenn das Training konstant, mit guter Anleitung und erreichbaren Zielen durchgeführt wird, passt sich der Körper in der Regel an, die Fortschritte werden sichtbar und die Motivation steigt mit der Zeit ganz von selbst“, erklärt er.

Wer in den ersten Monaten nicht aussteigen möchte, sollte laut dem Spezialisten vor allem fünf typische Fehler vermeiden, die den Aufbau einer Trainingsroutine ausbremsen können.

1. Sofortige Ergebnisse erwarten

Viele starten im Fitnessstudio mit der Hoffnung, schon nach wenigen Wochen deutliche körperliche Veränderungen zu sehen. Wenn dann klar wird, dass Fortschritt meist schrittweise passiert, sinkt die Motivation schnell. „Der Körper braucht Zeit, um sich anzupassen. Statt nur auf kurzfristige Optik zu schauen, feiern Sie kleine Erfolge – zum Beispiel besseren Schlaf, mehr Energie im Alltag und spürbar mehr Kraft“, hebt José Adeirton hervor.

2. Gleich am Anfang zu intensiv trainieren

Wer direkt täglich trainiert und mit hohen Gewichten einsteigt, erhöht das Risiko für Überlastung, starke Müdigkeit, Schmerzen – und am Ende den Abbruch der Routine. „Sechsmal pro Woche und gleich mit maximaler Intensität zu starten, kann in Erschöpfung enden. Besser ist ein progressiver Beginn mit drei oder vier Einheiten pro Woche und einem klaren Fokus auf Konstanz – das ist es, was langfristig tragfähige Ergebnisse bringt“, sagt er.

3. Keine feste Trainingsroutine einplanen

Nur dann ins Studio zu gehen, „wenn gerade Zeit ist“, gehört zu den grössten Stolpersteinen für Regelmässigkeit. „Wenn das Training keinen festen Platz im Kalender hat, reicht jedes unerwartete Ereignis als Ausrede, um zu fehlen. Behandeln Sie körperliche Aktivität wie einen Termin: Legen Sie Tage und Uhrzeiten fest und organisieren Sie den Alltag so, dass das Dranbleiben leichter fällt – von den bereitgelegten Sportsachen bis zur passenden Ernährung“, rät der Fachmann.

4. Ohne passende Anleitung trainieren

In den Kraftbereich zu gehen, ohne Geräte richtig bedienen zu können oder Bewegungen korrekt auszuführen, kann verunsichern und das Verletzungsrisiko steigern. „Ohne ein Training, das zu Ihren Zielen passt, investieren Sie Energie, ohne zwangsläufig voranzukommen. Nutzen Sie die Unterstützung der Trainerinnen und Trainer, lassen Sie sich auf Ihrem aktuellen Niveau anleiten und fragen Sie nach, wann immer es nötig ist“, empfiehlt José Adeirton.

5. Den eigenen Start mit dem Fortschritt anderer vergleichen

Wer Menschen beobachtet, die seit Jahren trainieren, und versucht, ihr Tempo zu übernehmen, landet schnell bei Frust und sinkender Motivation. „Der einzige faire Vergleich ist mit Ihnen selbst. Verfolgen Sie Ihre eigene Entwicklung: Wenn Sie heute eine Übung ausführen können als letzte Woche oder eine Aktivität leichter fällt, ist das bereits ein Fortschritt“, betont der Coach.

Der erste Schritt macht den Unterschied

Unabhängig davon, welche Trainingsform gewählt wird: Entscheidend ist, eine Aktivität zu finden, die zur eigenen Routine passt und sich über längere Zeit beibehalten lässt. Spaziergänge, Sportarten, Yoga, Pilates oder Fitnessstudios mit flexibleren Modellen können dabei helfen, eine regelmässige Bewegungspraxis aufzubauen. „Wesentlich ist, konstant zu bleiben, das eigene Tempo zu respektieren und zu verstehen, dass Regelmässigkeit der wichtigste Faktor ist, um langfristige Vorteile für Gesundheit und Lebensqualität zu erreichen“, schliesst der Experte.

Von Lyzie Vitorino

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