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Hitzewelle: Auto-Innenraum schnell abkühlen – Tipps zum Parken, Isolieren und für Elektrofahrzeuge

Moderner weißer Elektro-Sportwagen lädt in urbaner, stilvoller Umgebung mit Glasfenstern im Sonnenuntergang.

Wegen der immer wiederkehrenden Hitzewellen in Frankreich ist es inzwischen eher die Regel als die Ausnahme, das Auto als regelrechten Backofen wiederzufinden. Zum Glück gibt es ein paar Handgriffe, mit denen sich der Innenraum so gut wie möglich herunterkühlen lässt.

Da Frankreich innerhalb von weniger als zwei Monaten bereits die dritte Hitzewelle erlebt, sind die richtigen Routinen im Alltag unverzichtbar – auch vor und während der Autofahrt.

Wer ein aktuelles Fahrzeug fährt, kann oft per Hersteller-App die Lüftung starten oder den Innenraum aus der Ferne vorkonditionieren. Wenn Sie das System 5 bis 10 Minuten vor dem Einsteigen laufen lassen, wird der gröbste Hitzestau abgebaut, ohne dass der Energieverbrauch aus dem Ruder läuft.

Für alle anderen gilt: keine Sorge – eine aus Japan bekannte Methode wirkt erstaunlich gut. Noch bevor Sie Motor oder Klimaanlage einschalten, lassen Sie die vordere Beifahrerscheibe komplett herunter. Gehen Sie dann auf die Fahrerseite, und öffnen und schliessen Sie die Fahrertür fünf- oder sechsmal zügig hintereinander. Durch dieses Hin und Her wird kühlere Aussenluft angesaugt und die überhitzte, stehende Luft sofort durch das offene Fenster nach draussen gedrückt.

Wie man parkt

Beim Abstellen einen Schattenplatz zu erwischen, ist ein guter Anfang – reicht aber häufig nicht. Der typische Fehler: Man vergisst, dass sich die Erde dreht; ein Bereich, der um 11 Uhr morgens perfekt im Schatten liegt, kann sich um 14 Uhr in eine echte Hitzefalle verwandeln. Deshalb lohnt es sich, den Sonnenlauf im Voraus mitzudenken, zum Beispiel mit dem Kompass des Smartphones.

Wenn man Osten und Westen bestimmt, lässt sich die Richtung, in die der Schatten wandert, recht zuverlässig einschätzen. Am Nachmittag ist es daher sinnvoll, die Ostseite von Gebäuden oder grossen Bäumen anzupeilen, damit das Auto genau dann geschützt ist, wenn die Sonne am stärksten brennt.

Wer es noch systematischer angehen will, öffnet einige Minuten vor der Ankunft die Satellitenansicht in Google Maps oder Apple Karten. So lassen sich besonders baumreiche Strassen oder überdachte Parkmöglichkeiten erkennen, die von der Hauptstrasse aus oft nicht zu sehen sind, und man findet eher einen kühlen Stellplatz, ohne endlos herumzukurven.

Isolieren und lüften

Ist der passende Platz gefunden, geht es vor allem darum, das Eindringen von Infrarotstrahlung – und damit den Treibhauseffekt im Innenraum – möglichst stark zu bremsen. Die Sonnenblende ist dabei die erste Schutzschicht, vorausgesetzt, sie wird richtig ausgewählt und korrekt platziert. Greifen Sie bevorzugt zu steifen, stark reflektierenden Modellen und richten Sie die Aluminiumschicht immer nach aussen, damit die Wärme zurückgeworfen wird. Denken Sie ausserdem je nach Parksituation um: Wenn Sie gezwungen sind, rückwärts mit der Heckseite zur Sonne zu stehen, bringen Sie die Sonnenblende an der Heckscheibe an, um Sitze und Kofferraum zu schützen.

Zusätzlich ist entscheidend, dass die Luft nicht stehen bleibt. Wenn sich unter der Frontscheibe ein Wärmepolster bildet, kann die Temperatur im Fahrzeug schnell über 50 Grad Celsius steigen – mit der Folge, dass Kunststoffteile und Lenkrad brennend heiss werden.

Wenn Sie an einem sicheren Ort parken, lassen Sie die Fenster auf beiden Seiten 1 bis 2 Zentimeter geöffnet. Dieser kleine Spalt sorgt für einen kontinuierlichen Luftaustausch, sodass Wärme entweichen kann, statt sich unter dem Dach zu stauen.

Für Elektrofahrzeuge

Damit die Batteriezellen durch Hitze nicht vorzeitig altern, sollten Sie das Fahrzeug keinesfalls in der prallen Sonne stehen lassen, wenn der Akku auf 100 % geladen ist. Hohe Temperaturen zusammen mit maximalem Ladestand bedeuten erheblichen chemischen Stress.

Auch beim Laden während der heissesten Tagesstunden gilt: Setzen Sie möglichst auf langsame Ladepunkte im Schatten. Schnellladen lässt die Batterietemperatur sehr stark ansteigen; dadurch muss das Kühlsystem auf Hochtouren arbeiten, was wiederum die Ladeleistung senken kann.

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